Auf zur 20. Marketingpreisverleihung: Mehr Mut zum Marketing

Der Countdown läuft zwar noch nicht, denn „erst“ in fünf Monaten und drei Wochen – am 31. Oktober – ist Abgabeschluss für die Bewerbung zum Marketingpreis 2017. Doch zum 20jährigen Jubiläum gibt es einige Neuheiten und auch die Bewerberzahl soll steigen. Deshalb hatten die Jurymitglieder Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg von der HHL und Roland Clement von der Porsche Leipzig GmbH gemeinsam mit Vizepräsident Dr. Uwe Teichert die Idee zu einem Workshop für potenzielle Bewerber. Fast 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Agenturen und Vereinen folgten der Einladung ins Porsche-Werk am 3. Mai.

„Wie bewerbe ich mich richtig?“ könnte man die Quintessenz der fachlichen Ausführung des Marketingprofessors und der beiden gestandenen Marketingexperten aus der Wirtschaft umschreiben. „Mundgerecht“ sind die Bewerbungsunterlagen auf der Website www.marketingpreis-leipzig.de zum Download aufbereitet. Welche Aspekte und Kriterien sind wichtig?

Bereits bei der Bewerbung sollte man sich möglichst über die Kategorie im Klaren sein: Will man sich für den Hauptpreis, den Marketingpreis, oder für einen der drei Sonderpreise bewerben. Das sind der von der Sparkasse Leipzig gestiftete Sonderpreis „Beste Marketing-Kampagne“, zu dem ein Weiterbildungsangebot der Leipzig School of Media im Wert von 2.000 Euro gehört, der Preis „Bester Marketing Newcomer“, gestiftet von der Firma Rothkegel und mit 2.000 Euro dotiert oder der Preis der Handwerkskammer zu Leipzig und der IKK classic im gleichen Wert für „Bestes Marketing im Handwerk“.

Die drei Einladenden gingen in ihren Erklärungen ausführlich auf die konzeptionelle Seite ein, wobei vor allem die Marketingziele und die avisierten Zielgruppen eine wichtige Rolle spielen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Umsetzung und Erfolgsmessung der Kampagne oder des Marketing-Konzeptes. Da noch nicht umgesetzte Ideen nicht bewertet werden, gab es schon einzelne Äußerungen von Workshop-Teilnehmern, dass sie sich erst im Folgejahr bewerben werden.

Auf die Arbeit der 13köpfigen Jury, der es egal ist, ob die Bewerbungsunterlagen handschriftlich oder sogar in gebundener Form eingereicht werden, ging Prof. Kirchgeorg ebenfalls detailliert ein. Es kommt einzig und allein auf den Inhalt, aber ebenso auf eine gewisse Alleinstellung und die Stimmigkeit der Maßnahmen an, die nicht isoliert von anderen Aktivitäten des Unternehmens stehen sollten. In den Bewerbungsunterlagen werden dazu entsprechende Fragen formuliert – gewissermaßen als Fahrplan für die Bewerbung.

Auf die Arbeit der 13köpfigen Jury, der es egal ist, ob die Bewerbungsunterlagen handschriftlich oder sogar in gebundener Form eingereicht werden, ging Prof. Kirchgeorg ebenfalls detailliert ein. Es kommt einzig und allein auf den Inhalt, aber ebenso auf eine gewisse Alleinstellung und die Stimmigkeit der Maßnahmen an, die nicht isoliert von anderen Aktivitäten des Unternehmens stehen sollten. In den Bewerbungsunterlagen werden dazu entsprechende Fragen formuliert – gewissermaßen als Fahrplan für die Bewerbung.

Anschaulich schilderte Chris Volke, Gesellschafter der Nureo UG, die Bewerbung mit dem Produkt Neuronade – think drink, aus dem Jahr 2015. Das kleine StartUp, hatte zur Erhöhung seines Onlineshops einen effektiven Marketing-Weg gefunden. Gratisproben wurden mit Karten an die Zielgruppe Studenten und Lernende verteilt. Dafür suchte man sich Partner, die die Karte als ihren Werbeträger finanzierten. Mit minimalem finanziellen Aufwand wurde die eigene Webadresse kommuniziert und wesentlich mehr Traffic und Umsatz generiert.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging Prof. Kirchgeorg auf den Preisträger 2016, das Gewandhaus, ein, das mit seinem Marketingkonzept Agenda 2020 einen integrativen Ansatz fand und alle Mitarbeiter und Musiker in die Ideenfindung mit einbezog. Zitat: „Rund um den traditionellen Markenkern ‚Wahre Freude ist eine ernste Sache‘ veränderte das Gewandhaus 2015 sein Erscheinungsbild – beginnend mit einem neuen Farb- und Formenkonzept bis hin zum Auftreten des Servicepersonals.“

Vertiefend können sich Bewerber auch mit der Fachliteratur zum Thema beschäftigen, vor allem den „Klassiker“ zum Marketing in der 12. Auflage von Heribert Meffert, Christoph Burmann und Manfred Kirchgeorg (ISBN 978-3-658-02344-7).

Mehrfach wurde betont, dass man Bewerbern mit diesem Workshop Mut machen möchte – mal sehen, wie es gefruchtet hat.

https://www.hhl.de/en/faculty/marketing/             BG