Business Champion: Wirtschaft trifft Sport

Auftakt nach der Sommerpause bildete die Marketingclubveranstaltung “Business Champion: Wirtschaft trifft Sport” am 23. August im Schloss Machern. Zwei Tage nach dem Abschluss der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro ging es um das produktive Miteinander von Unternehmen auf der einen und dem Sport auf der anderen Seite. Nach der Eröffnung des Abends durch MC-Vizepräsident Dr. Uwe Teichert kam die Haus- respektive Schlossherrin Dr. Eveline Heigel zu Wort, die selbst an der DHfK zu einem Sport-Wirtschafts-Thema promoviert hatte. Doch vor 26 Jahren wollte sie gern mal etwas Praktisches tun, wie sie meinte, und fand im Schloss Machern ein breites Betätigungsfeld, denn von der baulichen Substanz bis zum Nutzungskonzept war von Grund auf viel zu tun. Nicht zuletzt dadurch, dass sie bereits vor der Währungsunion DM durch Veranstaltungen erwirtschaftete, überzeugte sie die Gemeinde Machern als Schlosseigentümer von ihren Ideen. Inzwischen ist das Schloss, zu dem auch das neu errichtete Hotel Kavalierhaus gehört, ein Begriff in der Region als Tagungs- und Veranstaltungsstätte und nicht zuletzt als Standesamt und Hochzeitsdomizil.

Hauptakteur des Abends war die Agentur concept4sport, deren Vorstandsvorsitzender Karsten Tornow zu einer Talkrunde neben sich den gerade aus Rio mit einem erfolgreichen vierten Platz im Synchronspringen zurückgekehrten Stephan Feck, weiterhin den dreifachen Weltmeister im Canadier Stefan Holtz sowie Annett Weber, Leiterin des DAK Servicezentrums am Präsidiumstisch versammelte. In der Gesprächsrunde ging Karsten Tornow auf das Anliegen des vor rd. sechs Jahren gegründeten Netzwerks concept4sport ein. Gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt und mit Unterstützung durch die IHK zu Leipzig wurde die Initiative „Business Champion: Wirtschaft trifft Sport“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel besteht darin 1.000 Unternehmen sowie regional als auch überregional dafür zu gewinnen, mit Geld- und Sachsponsoringleistungen den Breiten- und Behindertensport, den sportlichen Nachwuchs und das Sportmuseum Leipzig zu unterstützen. Mit Beiträgen ab 100 Euro kann man sich daran beteiligen, die Anwesenden nutzten die Möglichkeit, sich auf einer Kontaktkarte anzumelden. Die Aktivitäten des Sport-Netzwerkes sind außerordentlich vielfältig, wovon man sich auf der Homepage www.concept4sport.de überzeugen kann.

Nachdem Stephan Feck seinen schwierigen Weg in Rio bis zum Finallauf geschildert hatte, ging er auf die charakterlichen Aspekte des Sportlerlebens ein, denn ohne Disziplin und Ausdauer wären die Herausforderungen in Sport und Ausbildung bzw. Beruf nicht zu schaffen.

Für die Aktiven ist es stets ein Spagat, sowohl die sportliche als auch berufliche Entwicklung im Auge zu behalten. Beide Sportler legen auf beides gleichermaßen Wert. Stephan Feck will neben der Sportkarriere sein Medizinstudium mit Bravour meistern, wofür er ebenso sportlichen Ehrgeiz benötigt. Stefan Holtz schilderte die Höhen und Tiefen in seinem Sportlerleben und betonte, dass ihm jedoch sein Arbeitgeber stets den Rücken gestärkt habe.

Einige Aspekte des befruchtenden Miteinanders von aktiven Sportlern und Unternehmen wurden angesprochen, darunter die Partnerschaft, die sich für den Sportler nicht nur in materieller Hinsicht lohnt, sondern wie sich auch die Verbundenheit mit dem Unternehmen bis hin zur Motivierung der Mitarbeiter auswirken kann. Dabei spielen auch Emotionen eine Rolle, wie Stefan Holtz schilderte, der einen der emotionalsten Momente vor dem Überfahren der Ziellinie beim ersten WM-Sieg im Zweier-Canadier 2011 erlebte.

Annett Weber von der DAK berichtete über die Initiative der Cleven-Stiftung fit4future, die von ihrer Krankenkasse unterstützt wird und in bundesweit 2.000 Schulen Schüler zu mehr Bewegung, gesunder Ernährung und geistiger Fitness verhelfen soll.
In der abschließenden Fragerunde ging es u. a. darum, ob man vom Sportlerdasein allein leben könne, wobei die anwesenden Aktiven das Profidasein lediglich für einige wenige realistisch sehen. Erwähnt wurde auch eine an Leistungssportler gerichtete Aktion der IHK und Handwerkskammer zur beruflichen Entwicklung.

Eine Reiher aktiver Mitstreiter von concept(four)sport hatte bereits vor der Veranstaltung drei Stationen für einen kleinen sportlichen Wettbewerb aufgebaut, an dem man seine Geschicklichkeit und Sportlichkeit beweisen konnte. Ein Olympia-Quiz rundete die Auflockerung ab. Neben drei Einzelpreisen erhielt jeder Teilnehmer einen Trostpreis. Beim köstlichen Büfett gab es noch Gelegenheit, den Kontakt zwischen Unternehmern und Sportlern zu vertiefen.

www.concept4sport.de