Mit „Messe 4.0“ auf innovativem Zukunfts-Kurs

Die Leipziger Messe sorgt am stärksten für die Bekanntheit Leipzigs in der Welt, besagen diverse Umfragen. Dass es auch in Zukunft so bleibt, wurde am 4. September 2019 auf der Neuen Messe demonstriert, als es um das Thema “Mit einer starken Marke und Exzellenz auf dem Weg ins digitale Zeitalter” ging.

Der Marketing Club erfuhr von Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe Unternehmensgruppe und Mitglied im Beirat des Marketing Clubs sowie in der Jury zur Verleihung des Marketingpreises sowie von Heike Fischer, Leiterin Kommunikation, wie der nächste Schritt des Weges der Messegesellschaft im digitalen Zeitalter aussieht.

Empfangen wurden die rund 30 Teilnehmer am interaktiven Planungstisch im Foyer des Verwaltungsgebäudes auf der Neuen Messe. Hier wurde demonstriert, wie dank der per Augmented Reality (AR)-Technologie Orte und Szenarien realistisch visualisiert und detailgetreu dargestellt werden. Die von der Leipziger Agentur Ovrlab entwickelte Software wird auf Messen, Veranstaltungen und Auslandspräsentationen z. B. für 360-Grad-Animationen eingesetzt und vermittelt den Kunden Eindrücke über die Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Messeauftritts.

Im „Raum der Ideen“ MIDEA erfuhren die Zuhörer, wie durch Teamdenken und Einbeziehen aller Mitarbeiter transparent die Zukunft des Messeunternehmens erdacht und gestaltet wird, so dass sich die Messe als Mitgestalter der digitalen Zukunft profiliert und damit ihre Kunden aktiv begleitet. Der frühere Presseraum wurde mit dekorativen Sitzelementen und zwei offenen Raumzellen so gestaltet, dass auch kleine Teams einen Ort zur Diskussion finden. Geöffnet ist er täglich für alle Mitarbeiter. Der Sinnspruch „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ steht groß und teilweise über Kopf an einer Wand. Neben diesem Raum steht den Mitarbeitern zur Information und zum Meinungsaustausch die interne Plattform LEMMI zur Verfügung.

Nach einem Dankeschön für die Einladung an Markus Geisenberger verwies Präsident Georg Donat nochmals auf den Bewerbungstermin für den diesjährigen Marketingpreis, der am 30. Oktober endet. Die feierliche Verleihung erfolgt in der Kongresshalle am 9. Dezember.

In seinem Vortrag betonte Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger, dass man sich die Zeit nehmen müsse, um zu überlegen, wo man mit dem Unternehmen hin will. Die Leipziger Messe Unternehmensgruppe sei zwar mit ca. 400 Beschäftigten ein Mittelständler, gilt aber in der Region als großes Unternehmen und besitzt eine wichtige Multiplikatorfunktion. Inzwischen werden in den Locations – Messegelände komplett, Glashalle, Halle 1, CCL und Kongresshalle – sowie in 26 Ländern ca. 90 Mio. Euro Umsatz generiert, davon etwa ein Viertel im Ausland. Die Digitalisierung hat für alle Bereiche und Prozesse an allen Standorten große Bedeutung und für einzelne Veranstaltungen sogar eine dominierende, z. B. für die erstmals organisierte Dreamhack oder den Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC), für deren Realisierung enorme Datenvolumen in Echtzeit mit höchster Übertragungsgeschwindigkeit erforderlich sind. Dementsprechend wird die digitale Infrastruktur ständig erweitert. So können in einer Halle bis zu 5.000 User gleichzeitig das Internet per WLAN nutzen.

Aber auch alle unmittelbar mit dem Messegeschäft verbundenen Prozesse werden durchleuchtet, wobei – wie es Markus Geisenberger bildlich sagte – jeder Stein umgedreht werde, um die Digitalisierung so optimal wie möglich zu gestalten. Als ein Beispiel nannte er die eigene Entwicklung eines unabhängigen Systems für den Ticketverkauf, wobei – wie Geisenberger betonte – die Komplexität eines so scheinbar einfachen Prozesses deutlich wurde und das nun auch als eigenständiges Geschäftsfeld und Angebot für Kunden ausgebaut werden soll. Die gesamte Bandbreite der Serviceleistungen zu digitalisieren steht als eine große Herausforderung, der man sich aktiv stelle, brachte es der Messechef auf den Punkt. Dabei stehen natürlich die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt. Geisenberger stellte fest, dass „Messe 4,0 Industrie 4.0“ trifft, wobei er als „Messe 1.0“ die Jahrmärkte, „Messe 2.0“ den Handel mit bargeldlosen Transaktionen und „3.0“ die in Leipzig Ende des 19. Jahrhunderts erfundene Mustermesse als Vorläufer aller modernen B2B-Messen kennzeichnete.

Im zweiten Teil des Abends erklärte Heike Fischer den aktuellen Marken-Relaunch, der im Einklang mit der Struktur des Unternehmens steht, das nicht allein für die Messe sondern mit seinen Unternehmensbereichen für integrierte Veranstaltungskompetenz steht und diese auch im Auftritt klar zum Ausdruck bringen will. Das übereinander stehende Doppel-M, das 1917 vom Leipziger Grafiker Erich Gruner entwickelt wurde und gleichzeitig die älteste Marke der deutschen Messewirtschaft ist, wurde grafisch leicht verändert, indem der Abstand zwischen den beiden Versalien vergrößert wurde, um es für digitale Darstellungen zu optimieren. Das „MM“ ist als Dachmarke für alle Unternehmensbereiche verbindlich. Das kommt ebenso in dem nun hinzugefügten Claim „weil Erfolg verbindet“ zum Ausdruck, der nicht nur für interne Kooperation steht, sondern nach außen den Servicegedanken und die Kundenfreundlichkeit kommuniziert. Die neue Hausfarbe Cyanblau signalisiere zudem Frische, Modernität, Emotionalität und Innovation, wie es in der aktuellen Imagekampagne deutlich wird. www.leipziger-messe.de/leipzigermessemagazin/

Nach der Stärkung an einem hervorragenden Buffet von fairgourmet wurde der Gedankenaustausch an den Tischen intensiv gepflegt.
Alle Teilnehmer der Veranstaltung äußerten sich begeistert über die Gestaltung des Abends und die herausragende Kompetenz der Gastgeber. Sicher auch Impulse, um im eigenen Umfeld mehr über die Zukunft nachzudenken.
www.leipziger-messe.de BG

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*