Auftakt 2017 mit Saluten

Bereits zum 14. Mal sind die IHK, die Handwerkskammer, der Unternehmerverband Sachsen e.V. und der Marketingclub Leipzig „Gemeinsam für die Region“ angetreten, um eine Bilanz des zurückliegenden Jahres zu ziehen und die Herausforderungen des aktuellen beim Namen zu nennen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der der Einladung – wie er sagte – gern gefolgt war, zog für Sachsen mit bundesweit überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent im Jahr 2016 eine weitgehend positive Bilanz. Dennoch gibt es einige Aufgaben, die im Interesse der sächsischen Wirtschaft dringend einer Lösung bedürfen; dazu gehören ein Ende des Wirtschaftsembargos gegen Russland, das die stark auf den Export orientierten Unternehmen behindert, aber ebenso der Ausbau der digitalen Breitbandinfrastruktur, für die zwar Geld da ist, aber die Kapazitäten zur Realisierung fehlen. Einen großen Schritt in die Zukunft geht der Freistaat mit dem Aufbau eines Software-Institutes zur Entwicklung von Lösungen für die „Industrie 4.0“. Damit werde auch einem dringenden Wunsch der KMU in Sachsen entsprochen, die kaum eigene Forschungskapazitäten besitzen. Um ihnen zu ermöglichen, weltmarktfähige Erzeugnisse zu entwickeln, gibt es auch enge Kooperationen mit den Universitäten und Hochschulen im Freistaat.

Ebenso konnte der Mitte 2016 neu gewählte Präsident der IHK zu Leipzig, Kristian Kirpal, die optimistische Stimmung der regionalen Firmen resümieren. Zugleich nannte er auch die Möglichkeit der Fusion kleinerer Unternehmen, wenn es keine Unternehmensnachfolger gibt, und sie dadurch auch stärker für den Wettbewerb zu machen.

Der Präsident der Handwerkskammer Claus Gröhn stieß in das gleiche Horn, und betonte, dass das Handwerk auch weiterhin „goldenen Boden“ habe. Eines der größten Probleme sei der Generationswechsel, der in den nächsten Jahren ansteht. Dabei brach der Dipl.-Ingenieur und Dachdeckermeister eine Lanze für die Meisterpflicht, die in vielen Handwerksberufen abgeschafft wurde und damit ein Absinken des Niveaus erfolgt und die Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses behindert.

Für Marketing Club Vizepräsident Dr. Uwe Teichert sind die Energieforen in Leipzig eine Erfolgsgeschichte, denn, wie er sagte: „Um dieses Treffen beneiden uns viele Marketingclubs in Deutschland.“ Er verwies ebenso auf die wachsende Bedeutung eines starken Marketings, das auch für kleinere Unternehmen wichtig ist. Der Marketingpreis bietet ihnen zudem ein Forum, um zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen.

In der abschließenden Gesprächsrunde wurde auch die Frage nach dem Abschneiden von RB Leipzig – dessen besondere Bedeutung für das Standortmarketing mehrmals betont wurde – am Ende dieser Bundesligasaison an die Repräsentanten der Veranstalter gerichtet. Dr. Teichert sieht die Rasenballer dann hoffentlich unter den ersten drei.

Mit einer begeisternden Showeinlage der FREESTYLER wurde eindrucksvoll gezeigt, was sich mit einem Fußball noch anstellen lässt statt Tore zu schießen.

Moderatorin des Abends war Redakteurin Wiebke Binder vom MDR, und die musikalische Umrahmung gestaltete die Pianistin Nora Tagle.

Beim hervorragenden Büffet von fairgourmet konnten die 1.400 Gäste den Abend ausklingen lassen und sowohl neue Kontakte knüpfen als auch alte auffrischen.

www.marketing-club-leipzig.de/; www.uv-sachsen.org; http://www.hwk-leipzig.de/; www.leipzig.ihk.de       BG