Wahre Helden stehen mitten im Leben – Krostitz am 25.04.2019

„Die Heimat im Glas“ wurde an diesem Abend in der angeregten Runde des Marketing-Clubs im Gustav-Adolf-Saal der Brauerei in Krostitz aus gutem Grunde eifrig probiert: Fast ein halbes Jahrtausend wird an diesem Ort Bier gebraut – genauer 485 Jahre. Am 11. Mai 1534 verlieh Herzog Georg von Sachsen (der Bärtige) dem „forwerck crostewitz“ das Braurecht. Über die Höhen und Tiefen der Zeiten hinweg sind heutzutage die „Hopfensaft“-Freunde in ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus vom feinherben Ur-Krostitzer begeistert.

Besonders in den zurückliegenden zehn Jahren ist die Brauerei entgegen dem deutschlandweiten Trend auf einer Erfolgsspur, so dass die Jahreskapazität der Brauerei fast ausgereizt ist. Neben den bereits erfolgten und weiteren geplanten Investitionen von über 120 Mio. Euro u. a. in ein BHKW, Flaschenwaschmaschine, Abfüll- und Gärtechnik ist seit elf Jahren die „Wahre Helden“-Kampagne ein viel beachtetes Marketinginstrument. Dass die Erfolgssträhne besonders diesem konsequenten Marketing zu verdanken ist, erfuhren die rund 50 Gäste aus dem Munde des langjährigen Geschäftsführers Wolfgang Welter, der von PR-Chefin Dr. Ines Zekert und dem Marketingleiter Sven Kamann unterstützt wurde.

Differenzierte Slogans mit “wahren Helden“, die auf aktuelle Ereignisse ausgerichtet sind, vermitteln Authentizität und schaffen eine Identifizierung der Menschen der Region mit dem Heimatbier. Dieses Heimatgefühl auch nach Sachsen-Anhalt und Thüringen zu transportieren, ist den Krostitzern gelungen, die jährlich im mitteldeutschen Raum bei fast 100 Volks- und Stadtfesten präsent sind. Von großer Bedeutung ist das Sponsoring, das über 20.000 Sportlern in rd. 100 Vereinen vom Fußball bis zum Tanzsport zugute kommt. Im Social Marketing bewarben sich zudem 180 Vereine um eine Projektförderung. Gemäß dem passenden Slogan „Wahre Helden bewegen was“ kann online „gevotet“ werden (WHBW#). Auch die namhaften Vereine der Region, wie z. B. Red Bull, die DhfK Volleyballer u.a. gehören zu den Partnern der Brauerei.

Das legendäre feinherbe Pilsner verdankt seine Bekanntheit nicht zuletzt dem König Gustav Adolf, dessen Porträt mit Helm das Aushängeschild der Brauerei ist. Mitten im 30jährigen Krieg am 6. September 1631 zog er mit seinen Truppen in Richtung Leipzig und legte am Rittergut Crostewitz eine Rast ein. Ein Krug des edlen Gerstensaftes mundete ihm dermaßan gut, dass er einen rubinroten Ring als Dank in den leeren Krug warf. Eine Replik des Ringes wird seit 16 Jahren an Hobbyhistoriker der Region, die sich mit einer eigenen Publikation um diesen „Ur-Krostitzer Jahresring“ und den mitteldeutschen Historikerpreis bewerben können, verliehen.

Beim anschließenden Brauereirundgang mit Ines Zekert und Jochen Gebhardt, der auch als Mundschenk den Abend begleitete, erfuhren die Teilnehmer im hauseigenen Museum und bei einer Tour durch die laufende Produktion viel Wissenswertes rund um den schäumenden Ur-Krostitzer Gerstensaft, für den Wasser mit Mineralwasserqualität aus den eigenen Tiefbrunnen verwendet wird. Übrigens besteht die Möglichkeit zu einem solchen Blick „hinter die Kulissen“ auch am dritten Tag des Brauereifestes, dem 1. Juni.

Jeder Teilnehmer konnte eine Jubiläums-Bierdose mit nach Hause nehmen, die speziell dem 485. Brauereijubiläum gewidmet ist.

BG

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