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Marketing Preis 2026: Unsere Nominierten der Kategorie Engagement und Gemeinwohl

2. September 2026

Acht Nominierte, acht starke Projekte, ein Marketing Preis: In der Kategorie Engagement und Gemeinwohl zeigen die Nominierten, wie gesellschaftliche Verantwortung, nachhaltiges Engagement und wirkungsvolle Kommunikation erfolgreich zusammenspielen.

Wir stellen euch die acht Nominierten für den Marketing Preis 2026 vor.

AWO Senioren- und Sozialzentrum gGmbH Sachsen-West mit Blaxxun Marketing

Gesichter der AWO

Die AWO Sachsen-West begleitet Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und übernimmt täglich Verantwortung in Pflege, Betreuung, Teilhabe und Unterstützung. Mit dem Kommunikationsprojekt „Gesichter der AWO“ entstand ein authentischer Einblick in den Alltag sozialer Einrichtungen. Ziel war es, soziale Arbeit sichtbar zu machen, Vertrauen zu schaffen und Berührungsängste abzubauen. Im Mittelpunkt stehen reale Mitarbeitende aus Pflege, Werkstätten, Küche, Haustechnik, Verwaltung und Führung, die in ihrem Arbeitsumfeld porträtiert werden. Ergänzt werden die Aufnahmen durch persönliche Interviews, Zitate und O-Töne, die Verantwortung, Motivation und Vielfalt der Aufgaben erlebbar machen.

Die Inhalte entstanden in mehreren Foto- und Videoshootings bewusst ohne Models oder inszenierte Werbewelten. Veröffentlicht werden sie über LinkedIn und Facebook und erreichen Angehörige, Bewerber, Mitarbeitende sowie regionale Netzwerke. Mehr als 30 Beschäftigte beteiligten sich freiwillig an dem Projekt. Aufbauend auf den entstandenen Inhalten werden inzwischen weitere Formate wie Bewegtbild, QR-gestützte Informationen sowie Anwendungen für Recruiting, interne Kommunikation und Angehörigenarbeit entwickelt. Das Projekt stärkt Identifikation und Wertschätzung innerhalb der Organisation und vermittelt nach außen ein realistisches Bild sozialer Arbeit.

Rapidobject GmbH –

Launch einer Gläsernen 3D Fabrik

Mit der Gläsernen 3D Fabrik hat die Rapidobject GmbH aus Leipzig ein bundesweit einzigartiges Projekt geschaffen, das Marketing als Plattform für Wissenstransfer, gesellschaftliche Teilhabe und Nachwuchsförderung neu definiert. Auf über 1.600 Quadratmetern entstand ein offener Erlebnis- und Lernort, der industriellen 3D-Druck für Menschen aller Altersgruppen und Vorkenntnisse erlebbar macht.

Ziel ist es, technologische Kompetenzen zu vermitteln, Innovationsverständnis zu fördern und Berührungsängste abzubauen. Schulungen, Webinare und Führungen richten sich an Unternehmen, Schüler, Studierende, Auszubildende sowie Jobsuchende. In Kooperation mit der VDI GaraGe und dem Landesamt für Schule und Bildung entstanden beispielsweise Bildungsangebote für Schulen und Lehrkräfte. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Chancengleichheit und zur Stärkung des Innovationsstandorts Leipzig – und zeigt, wie Marketing wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Nutzen verbindet.

DHL Drehkreuz Leipzig

As One Against Cancer 2025

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Vor diesem Hintergrund initiierte das DHL Drehkreuz Leipzig die Kampagne As One Against Cancer, um im Rahmen der internationalen Awareness-Bewegungen Pinktober und Movember Aufmerksamkeit für Krebsprävention, Früherkennung und Solidarität zu schaffen. Herzstück war der emotionale Kurzfilm „The Missed Call“, der Hoffnung, Verlust und die Bedeutung von Vorsorge thematisiert. Die musikalische Begleitung durch das Gewandhausorchester Leipzig verstärkte die emotionale Wirkung.

Ergänzend machten Perspektivfilme mit DHL-Mitarbeitern und Partnern die Beiträge von Medizin, Forschung, Patientenbegleitung und Wirtschaft sichtbar. Beteiligt waren neben dem Gewandhausorchester Leipzig das Mitteldeutsche Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig, Haus Leben e. V. und Bio-Rad Laboratories. Die Kampagne wurde weltweit über die Kanäle der DHL Group und aller Partner ausgespielt sowie durch eine internationale Mitarbeitendenkommunikation begleitet. As One Against Cancer zeigt, wie ein Logistikdrehkreuz Menschen, Institutionen und Unternehmen zu einer starken Allianz verbinden und eine gemeinsame Botschaft gegen Krebs weltweit sichtbar machen kann.

Street Racket Mitteldeutschland

Orte der Begegnung, Gleichheit, Inklusion – mit Street Racket

Street Racket Mitteldeutschland schafft niedrigschwellige Bewegungs- und Begegnungsräume, in denen Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder sportlichem Niveau auf Augenhöhe zusammenkommen. Gespielt wird ohne Mitgliedschaft, teure Ausrüstung oder Vorkenntnisse – auf nahezu jeder freien Fläche. Seit der Gründung 2024 hat sich Leipzig zu einem regionalen Zentrum entwickelt.

Zahlreiche Schulen haben Street Racket in den Sportunterricht integriert, 56 Coaches wurden ausgebildet und mehr als 60 Veranstaltungen mit rund 3.000 Teilnehmenden durchgeführt. Kooperationen mit über zehn Vereinen, Kommunen und Institutionen stärken die nachhaltige Verankerung. Zu den Höhepunkten zählen ein Spenden-Rekordevent mit über 80 Spielern sowie die Distart German Street Racket Open vom 8. bis 11. Oktober 2026 im Leipziger Hauptbahnhof mit kostenlosen Schulworkshops, Inklusionsturnier und 128 Athleten. Street Racket stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt, aktiviert öffentliche Räume und macht Sport als Gemeingut für alle erlebbar.

Initiative Meeresschutztag

Leipzig ist MEER! Meeresschutztag Leipzig 2026

Meeresschutz beginnt nicht erst an der Küste. Unter dem Leitgedanken „Leipzig ist MEER: Meeresschutz beginnt auch hier.“ möchte der erste Meeresschutztag Leipzig am Sonntag, 6. September 2026, zeigen, wie eng das Leben in einer Binnenstadt mit den Ozeanen verbunden ist. Denn jeder zweite Atemzug stammt aus dem Meer – und auch Konsumverhalten, Plastikmüll und Gewässerschutz in Leipzig haben Auswirkungen auf die Weltmeere. Die besondere Herausforderung: Für die Kommunikation steht kein Marketingbudget zur Verfügung. Deshalb setzt die Initiative konsequent auf eine Zero-Budget-Strategie, die ausschließlich kostenlose und organische Kommunikationskanäle nutzt. Geplant sind Social-Media-Kampagnen, eine SEO-optimierte Website, klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungseinträge sowie Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Umwelt- und Tauchvereinen. Ergänzt wird die Kommunikation durch Präsenz auf Umweltveranstaltungen, Clean-ups und den gezielten Aufbau einer engagierten Community. Ziel ist es, den Meeresschutztag als niedrigschwellige, emotionale und aktivierende Umweltveranstaltung zu etablieren und deutlich zu machen, dass Meeresschutz nicht an der Küste beginnt, sondern bereits im Alltag jedes Einzelnen. Ein besonderes Zeichen setzt zudem das 1. Mitteldeutsche Netzwerktreffen der Deutschen UN-Ozeandekade, das als Programmpunkt in Leipzig stattfinden soll.

HHL gGmbH

HHL Gründerinnen-Initiative

Die HHL Gründerinnen-Initiative begegnet einem zentralen Problem des deutschen Gründungsökosystems: Trotz wachsender Bedeutung von Diversität liegt der Anteil von Gründerinnen laut Female Founders Monitor 2025 bei lediglich 18,8 Prozent. Bereits im Studium fehlen vielen Frauen Vorbilder, Netzwerke und praxisnahe Unterstützung. Die am Lehrstuhl von Prof. Dr. Claudia Lehmann angesiedelte, aus ESF-Plus- und Landesmitteln sowie Eigenmitteln der HHL finanzierte Initiative baut diese Barrieren gezielt ab und stärkt das sächsische Innovationsökosystem. Kern sind zwei kostenfreie Programme: Die Gründerinnen-Klasse vermittelt in einem sechsmonatigen Qualifizierungsprogramm Gründungswissen, individuelles Coaching und Mentoring. Das HHL PROTOLAB unterstützt diverse Teams dabei, mithilfe von Design Thinking, No-Code-Tools und User-Testing marktfähige Prototypen zu entwickeln und frühzeitig zu validieren. Präsenzformate an der HHL fördern den Austausch, ergänzt durch hybride Angebote. Die Kommunikation erfolgt vor allem über LinkedIn, Pressearbeit, SEO und persönliche Empfehlungen.

Als Teil der HHL Leipzig Graduate School of Management ist die Initiative eng im regionalen Startup-Ökosystem verankert. In neun Jahren wurden 235 Frauen begleitet und mindestens 75 Gründungen unterstützt. Darüber hinaus entstand ein belastbares Netzwerk, das Wissen, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung fördert und so die Innovationskraft Sachsens nachhaltig stärkt.

Sächsische Bläserphilharmonie

Open-Air-Schlosskonzerte

Mit „Süß & Bitter – Musik der Goldenen Zwanziger“ entwickelte die Sächsische Bläserphilharmonie im Rahmen des Themenjahres „TACHELES – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ ein Konzertformat, das musikalische Exzellenz mit kultureller Bildung und Erinnerungskultur verbindet. Im Mittelpunkt stehen die Werke jüdischer Komponisten, Textdichter und Musiker, die die Musik- und Unterhaltungskultur der 1920er und 1930er Jahre maßgeblich prägten und deren Schaffen durch Verfolgung und Ermordung während des Nationalsozialismus vielfach in Vergessenheit geriet. Gemeinsam mit der Sängerin Ethel Merhaut entstand ein Programm aus Chansons, Foxtrotts, Tangos, Filmmusiken und jiddischen Liedern. Moderationen und historische Einordnungen ergänzen die musikalischen Darbietungen und schaffen einen emotionalen wie informativen Zugang zur jüdischen Kulturgeschichte. Das Projekt wurde im Juni 2026 mit drei Open-Air-Konzerten in Taucha, Delitzsch und Hayna realisiert und wird darüber hinaus in der Synagoge Görlitz sowie beim Mozartfest Würzburg präsentiert. Die besondere Atmosphäre der Spielorte, eine zielgruppenorientierte Preisgestaltung und die Verbindung von Konzert und Vermittlung erschließen neue Besuchergruppen und fördern den kulturellen Austausch. „Süß & Bitter“ macht jüdisches Kulturerbe auf eindrucksvolle Weise erlebbar und zeigt, wie Musik gesellschaftlichen Dialog, Offenheit und Erinnerungskultur fördern kann.

Als Teil der HHL Leipzig Graduate School of Management ist die Initiative eng im regionalen Startup-Ökosystem verankert. In neun Jahren wurden 235 Frauen begleitet und mindestens 75 Gründungen unterstützt. Darüber hinaus entstand ein belastbares Netzwerk, das Wissen, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung fördert und so die Innovationskraft Sachsens nachhaltig stärkt.

Leipziger Gruppe

Leipziger Crowd: Gemeinsames Engagement möglich machen.

Die Leipziger Crowd ist die Crowdfunding-Plattform der Leipziger Gruppe und stärkt seit Ende 2017 bürgerschaftliches Engagement in Leipzig. Ziel ist es, soziale, kulturelle, ökologische und sportliche Projekte sichtbar zu machen und gemeinschaftlich zu finanzieren. Initiativen präsentieren ihre Ideen auf der Plattform www.leipziger-crowd.de, definieren ein Finanzierungsziel und mobilisieren Unterstützer. Wird das Ziel erreicht, kann das Projekt umgesetzt werden – andernfalls erhalten die Unterstützer ihre Beiträge zurück. Ergänzt wird das Modell durch Fördermittel, Bonusaktionen und eine individuelle Betreuung der Projektstarter durch die Leipziger Gruppe. Dadurch erhalten insbesondere kleinere Initiativen Zugang zu Finanzierung und öffentlicher Aufmerksamkeit. Die Wirkung ist messbar: Bis zum 15. Juni 2026 wurden mehr als 1,8 Mio. Euro für 176 Projekte gesammelt, ermöglicht durch über 17.600 Unterstützer. Das Förderbudget der Leipziger Gruppe wurde mithilfe der Crowd-Systematik verachtzehnfacht. Als erfolgreichste Crowdfunding-Plattform kommunaler Unternehmen in Deutschland stärkt die Leipziger Crowd gesellschaftlichen Zusammenhalt, lokale Identifikation und demokratische Teilhabe und etabliert sich als modernes Instrument kommunalen Engagements.

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