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Handlungsfehler im Marketing vor Einführung der Datenschutzgrundverordnung

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Am 22. März trafen sich im Leipzig Marriott Hotel Marketing-Clubmitglieder und Gäste zum wichtigen Thema Datenschutzgrundverordnung der EU, die im Mai in Kraft treten wird. Der Vortragende des Abends, Rechtsanwalt Jan Marschner, ist Fachanwalt für IT-Recht und referierte zu den Änderungen gegenüber dem bisher geltenden Bundesdatenschutzgesetz und die Auswirkungen auf Marketing-Aktiväten. Zeitgleich geriet der Internet-Riese facebook gerade zum Thema Datenschutz in die Schlagzeilen, was verdeutlicht, dass sich die globale Vernetzung bis zu jedem User auswirkt. Jan Marschner hat seit 2013 seine Zulassung als Fachanwalt für IT-Recht, ist außerdem zertifizierter Datenschutzbeauftragter (TÜV) und bei 30 Unternehmen als externer Datenschutzbeauftragter bestellt.

Mit einem Überblick über die Gesetzeslage begann der IT-Fachanwalt seinen Vortrag. Da deutsche Firmen grundsätzlich deutsches Datenschutzrecht zu beachten haben, steht dabei das Bundesdatenschutzgesetz an erster Stelle. Immerhin ließ die EU-Datenschutzgrundverordnung 70 Öffnungsklauseln zu, in deren Rahmen die EU-Staaten eigene Regelungen erlassen können, wovon auch Deutschland in seinem BDSG 2018 Gebrauch machte.

Anwalt Marschner erläuterte, warum die Datenschutzgrundverordnung notwendig war. So muss eine Anpassung an den technischen Fortschritt gewährleistet werden, auch eine Vereinfachung der Verfahren wird angestrebt, wobei eine Einheitlichkeit in der Anwendung des Rechts ebenso erforderlich ist. Die Rechte von Betroffenen sollen einerseits gestärkt und die Sanktionen andererseits verschärft werden. Während bislang bis zu 300.000 € Geldbuße möglich waren, soll sie nun in der Höhe erhoben, die den wirtschaftlichen Vorteil überschreiten, den der Täter aus der Ordnungswidrigkeit gezogen hat. Geldbußen von bis zu 20 Mio. € oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs (je nachdem, welcher der Beträge höher ist (Art. 83 DSGVO), sollen abschreckend wirken. Ebenso sind Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren möglich (§42 BDSG 2018).

Zudem wird den Unternehmen eine umfangreichere Verpflichtung zur Dokumentation und zu Compliance (Regelkonformität) auferlegt. Hiermit verpflichten sie sich zur Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien ebenso wie von freiwilligen Kodizes.

Für die Werbetreibenden sind im Marketing besonders die Festlegungen zu allen mit der Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten verbundenen Festlegungen relevant, mit denen – insbesondere ihrer Aktualisierung und Dokumentation – sich die für den Datenschutz Zuständigen in den Unternehmen eingehend beschäftigen sollten. So ist z. B. „eine der Verarbeitung zeitlich vorgehende, freiwillige, informierte, bestimmte, formgemäße Einverständniserklärung einer einwilligungsfähigen betroffenen Person über die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten“ erforderlich. Dabei „muss die betroffene Person eine echte oder freie Wahl haben und somit in der Lage sein, die Einwilligung zu verweigern oder zurückzuziehen, ohne Nachteile zu erleiden“. Neu eingeführt wurde ein allgemeines Kopplungsverbot (Art. 7 Abs. 4 DSGVO). D. h. es ist unzulässig, dass ein freiwillig Betroffener faktisch keine andere Wahl hat als der Datenverarbeitung zuzustimmen, um in den Genuss einer Dienstleistung oder einer anderen vertraglichen Leistung zu kommen. Um die Transparenz für die Betroffenen zu erhöhen, müssen „Hinweise und Einwilligungserklärung „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache“ formuliert sein. Dabei kann die Erklärung durch standardisierte Bildsymbole ergänzt werden.

Fazit: Bis In-Kraft-Setzung der neuen Gesetzeslage ist die bisherige Praxis auf den Prüfstand zu stellen und auch die Beratung durch externe Datenschutzexperten ratsam. Derartige Dienstleistungen werden auch von der Kanzlei Marschner erbracht.

www.rechtsanwalt-marschner.de/fachanwalt-it-recht-leipzig/                     BG

 

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Vom Studium zum eigenen Unternehmen

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„Nicht für das Studium, für das Leben lernen wir…“ könnte der altbekannte Spruch etwas abgewandelt lauten. Für die Gründer oder neudeutsch StartUps trifft das in diesem Falle zu.

Mit der Reihe Wirtschaft trifft Wissenschaft | Leipzig deine Gründerszene ist der Marketing-Club schon seit einigen Jahren erfolgreich auf dem Wege des Nachwuchses. Gastgeber war erneut die HTWK mit dem Der Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Holger Müller. Eingangs begrüßten Anne-Sophie Hildebrandt und Julia Münch von den JUMPs die Anwesenden und stellten die Arbeit der „Marketing-Junioren“ kurz vor. Die Stars des Abends waren jedoch zwei Existenzgründungen, die vor dem gut gefüllten Hörsaal im Gutenberg-Bau der HTWK ihre innovativen Entwicklungen vorstellten. Ebenfalls Campus Inform stellte sich kurz vor. Der Verein bietet seit 20 Jahren die Möglichkeit, die Kenntnisse aus dem Studium direkt bei Projekten in Unternehmen anzuwenden.

Erster in der StartUp-Runde war Justus Nagel von Sensape. Das Interaktive Infotainmentsystem wurde speziell für POS entwickelt und ist mit Hilfe intelligenter Sensoren in der Lage, Informationen wie Alter, Geschlecht und Emotionen der Betrachter zu erkennen und darauf mit Desktop-Inhalten zu reagieren. Dabei wurde gemessen, dass bis zu 70 Prozent der Kunden mit den Systemen interagierten. Das 23köpfige Team hat schon eine Reihe von Referenzen vorzuweisen, darunter ein Popup-Store-Concept mit 400 verschiedenen Produkten für Swarowski. Die Praxisanwendungen zeigten, dass der Umsatz auf diese Weise in einem Fall bis auf das Neunfache gesteigert werden konnte.
Zweites StartUp in der Runde war kein Unbekannter, denn binee war im November 2017 mit dem Leipziger Marketingpreis als Bester Marketing Newcomer ausgezeichnet worden. Was steckt dahinter? Anja Hirschfelder erklärt anhand eines Aufstellers mit Monitor, wie es in der Praxis funktioniert. An stark frequentierten Standorten in Geschäften usw. kann jedermann „im Vorbeigehen“ elektrische und elektronische Kleingeräte (e-binee) entsorgen. Als Dankeschön kann man unter Gutscheinen von Partnern auf dem Monitor auswählen. Unkompliziert in einen standardisierten Behälter gehen die Kleingeräte auf dem Postweg zu Aufbereitungsbetrieben, die die Funktionsfähigkeit testen und die Geräte bzw. Komponenten weiter verwerten. Zum einen kann es als Secondhandware angeboten oder in den Recyclingkreislauf eingefügt werden. Mit weiteren Problemstoffen – darunter Medikamente unter der Bezeichnung medi-binee – beschäftigt sich das junge Unternehmen aktuell. Partner für Aufstellorte der Sammelbox werden auch weiterhin gesucht.
Die Frage- und Gesprächsrunden wurden nach den Vorträgen intensiv fortgesetzt und werden hoffentlich auch Früchte tragen und weitere Studenten für die Gründung einer „eigenen Firma“ begeistern.

Es war ein inspirierendes Podium, auf dem junge innovative Existenzgründer/Erfinder mit Wirtschaftsexperten in Kontakt treten wollen. Doch, leider fand man im Auditorium kaum „gestandene“ Fachleute, die im gedanklichen Austausch mit der jungen Generation nicht nur Erfahrungen vermitteln, sondern auch neue Impulse aus der Forschung und Wissenschaft empfangen könnten. Vom Marketingclub – von den zahlreichen JUMP-Vertretern abgesehen – hatten sich gerade einmal Dr. Teichert, der für seine Aufgeschlossenheit gegenüber der jungen Generation bekannt ist, und Sven Lehmann eingefunden.

www.wiwi.htwk-leipzig.de/de/fakultaet-wiwi

www.sensape.com/de/

www.binee.com

BG

 

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Leipziger Webday – Online Wettbewerbsvorteile generieren?

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Anregungen, Erkenntnisse und neue Kontakte konnten die Teilnehmer des LEIPZIGER WEBDAYS – die Messe und Konferenz für Online-Marketing – am 21. März 2018 im Congress Center Leipzig (CCL) mit nach Hause nehmen. Die wachsende Bedeutung der Online-Präsenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Freiberuflern wurde bereits vom Eröffnungsredner Lothar Repp, Vertriebsleiter und Prokurist der WTV Leipziger Medien, hervorgehoben. Gerade KMU können ihre Marktarbeit optimal gestalten, wenn Sie die Klaviatur der Online- und sozialen Medien gezielt in ihr Marketing integrieren.

Joachim Helfer, der unter anderem die auf KMU spezialisierte Online Marketing Agentur advantago aufgebaut hat, bahnt Unternehmen mit einfach zu verstehenden Produkten ihren Weg in den Online-Bereich, indem neben Websites und Landingpages auch Social Media und Listingprodukte zum Einsatz kommen. Wie die lokale Suche in Zukunft stattfindet, und was bereits heute wichtig dafür ist, stellte er in seinem Vortrag dar.

Oliver Ziesemer, der bei Müller Medien die Bereiche Social Marketing und Location-based Services verantwortet, erläuterte, wie kleine und mittelständische Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung meistern können.

Simon Schlerf ist Head of SEA (Search Engine Advertising) beim Suchmaschinenspezialisten Fairrank und durch Kooperationen mit Google und Bing stets up to date. Er stellte das Google AdWords Programm anhand eines Praxisbeispiels vor, das nicht nur für StartUps relevant ist.

Birte Gloy, die bei Google ausgewählte Partner im deutschsprachigen Raum betreut, referierte insbesondere darüber, wie Unternehmen die sog. Momente der Entscheidung zur Neukundengewinnung nutzen können. Wenn User das Internet nutzen, um sich Hilfe zu holen, seien sie besonders aufgeschlossen gegenüber Werbebotschaften, und das könnten sich Unternehmen zunutze machen, insbesondere bei der erfolgreichen Anwendung von Google AdWords.

Lucas Müller ist Geschäftsführer des Online-Branchenbuchs GoYellow und des Bewertungsportals Golocal. Das Spezialgebiet des Diplom-Mathematikers und Experten für lokales Marketing bildet das Empfehlungsmarketing. So war er an der Entwicklung von GoYellows und Golocal beteiligt und leitete die Entwicklung der Bewertungsprodukte der Marke Meinungsmeister, die Deutschlands Gewerbetreibende für erfolgreiches Empfehlungsmarketing einsetzen. Dieses bildet zunehmend eines der relevantesten Entschdigungskriterien. Er zeigt auf, wie man seine Kunden für sich werben lassen kann.

Last but not least stellt Tim Nolet – Director International Partnerships bei Yext – die Online-Marketing-Produkte und –Dienstleistungen, die sein Unternehmen kleinen und mittelständischen Unternehmen anbietet, vor. Dabei erläuterte er insbesondere die Yext Knowledge Management-Plattform. Der Mitgründer von InnerBalloons, einer niederländischen Firma für Präsenzmanagement, die im Jahr 2014 von Yext erworben wurde, kann auf Erfahrungen beim Suchmaschinen-Marketing sowie im Bereich Produkt- und Kundenservice aufbauen.

Die Vorträge auf dem Leipziger Webday kann man unter diesem Link aschauen: www.leipziger-webday.de/videos

 

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Energiewende – mit uns – nachhaltig gestalten

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Am 1. März 2018 – eiskalter kalendarischer Frühlingsanfang – stand für den Marketingclub ein informativer Rundgang durch eine technische Sehenswürdigkeit im Leipziger Südraum auf dem Programm: Das Braunkohlenkraftwerk Lippendorf. Seit 1926 wird am Standort Strom aus Braunkohle erzeugt. Mit der Inbetriebnahme des modernen Werkes mit zwei 920-MW-Blöcken Anfang 2000 wurden auch im Umweltschutz Maßstäbe gesetzt; im Vergleich zum technischen Stand von 1990 wurden die Emissionen bei Kohlendioxid um 44,6 Prozent, bei Staub und Schwefeldioxid um jeweils 98 sowie bei Stickoxiden um 73 Prozent reduziert. Das Kraftwerk erreicht dennoch den beachtlichen Nettowirkungsgrad von 42 Prozent. Im vertikal aufgehängten Brennkessel, der 54.000 Tonnen wiegt, herrscht eine Verbrennungstemperatur von über 550 ° Celsius. Für den Betrieb und die Instandhaltung sind 300 Mitarbeiter tätig, davon die Hälfte rund um die Uhr im Schichtsystem. Einmal jährlich geht jeder Block für zwei bis vier Wochen in Revision.

Dies und noch viel mehr erfuhren und sahen die rund 20 Teilnehmer beim Rundgang mit dem erfahrenen Ingenieur Lutz Dornberg – ein alter Hase in der Energiewirtschaft und für die Standortkommunikation verantwortlich – ,der sie bis auf 163 Meter Höhe auf das Dach eines Kraftwerksblocks führte.

Wieder unten angekommen, nahmen alle im Vortragsraum Platz, wo MC-Vizepräsident Dr. Uwe Teichert den Gastgeber und Referent des Abends, Kraftwerksleiter Christian Rosin, vorstellte, der zur Thematik Energiewende nachhaltig gestalten referierte. Die Energiewende ist ein Generationenprojekt, das ganz unmittelbare Auswirkungen auf jedes Unternehmen und jeden einzelnen Haushalt in Deutschland hat.

Seit Mai 2014 leitet Cristian Rosin das LEAG-Kraftwerk Lippendorf (LEAG – Lausitz Energie AG). Er studierte in Berlin Energie- und Kraftwerkstechnik, kam 2002 als Trainee ins Kraftwerk und arbeitete sich bis zum Leiter der Instandhaltung hoch. Rosin ist neben seiner beruflichen Tätigkeit zudem in mehreren Institutionen und Organisationen aktiv. Beispielsweise bei IHE – Instandhaltungsausschuss der Energiewirtschaft e.V. als Vorstandsvorsitzender oder der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig als stellv. Vorsitzender.

In seinem Vortrag ging er auch auf die Bedeutung des Lippendorfer Kraftwerks ein, das immerhin 80 Prozent des Fernwärmebedarfs der Stadt Leipzig deckt. Die wachsende Stadt hat steigenden Energiebedarf, und die Anforderungen an eine stabile Versorgung wachsen.

Die Energiewende – für den Kraftwerksleiter eine Generationenaufgabe – wird von vielen mit Wunschvorstellungen verbunden, manchmal fern des Realitätssinnes. Eins ist gewiss: Braunkohle ist kein unendlich nutzbarer Rohstoff, doch ideal für die Übergangszeit, bis regenerative Energiequellen eine sichere Versorgung mit Strom und Wärme garantieren. Doch, auch diese Periode wird wohl nur eine Übergangszeit sein, denn seit Jahrzehnten wird auf dem Gebiet der Kernfusion als „unendlicher“ Energiespender geforscht – ungewiss, wann die Technologie ausgereift und in Größenordnungen nutzbar sein wird.

Die Betriebsdauer des Kraftwerks ist bis 2040 geplant, und bis dahin reicht auch die Braunkohle aus dem benachbarten Tagebau Vereinigtes Schleenhain.

Für den Energetiker Rosin zählen Fakten und Zahlen, denn trotz erhöhter regenerativer Energieerzeugung ist die Auslastung des Braunkohlenkraftwerks nahezu stabil geblieben.

Der Energie-Experte sieht die Entwicklung nüchtern und ist in verschiedenen Gremien involviert, die sich mit Szenarien „nach der Braunkohle“ beschäftigen. Stromspeicher, Oxyfuel-Staubfeuerungsanlagen, CCS Combined Charging Systems für E-Fahrzeuge und Methan/Methanol für Turbinen sind einige der Stichwörter des Abends, die von der kompetenten Zuhörerschaft mit diskutiert wurden. Der Fachmann Rosin unterstützt im eigenen Unternehmen einen Digital Thinktank („Denkfabrik“) junger Mitarbeiter, die dabei helfen wollen, technologieoffene Entwicklungen anzuschieben. Auch das Thema Blockchain für eine komplexe intelligente Verknüpfung verschiedener Prozesse spielt eine Rolle.

Gegen die wieder einmal aktuelle Verteufelung des Energieträgers Braunkohle führt der Kraftwerksingenieur nüchterne Fakten an, die die Vorkettenemissionen, die bei Erschließung und Ausbeutung von Erdöl, Erdgas usw. in nahezu gleicher Höhe wie bei Braunkohle liegen, einschließt.

Fazit des Abends: Die Energiewende sollte auch zu einer Wende zu Sachlichkeit statt Wunschdenken und Emotionen werden. Das muss bereits bei einer naturwissenschaftlich fundierten Aufklärungsarbeit in den Schulen beginnen. Christian Rosin und seine Mannschaft bringen sich dabei gerne ein.

www.leag.de/de/geschaeftsfelder/kraftwerke/kraftwerk-lippendorf/         BG

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Moderne Mobilität für die wachsende Stadt mit einem Blick in die Werkstatt

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Ein Thema, das alle sprichwörtlich bewegt, führte rund 40 Teilnehmer zur Veranstaltung Marketing vor Ort ins Technische Zentrum Heiterblick der Leipziger Verkehrsbetriebe. Am 12. April ging es um „Moderne Mobilität für die wachsende Stadt“.

Der modern gestaltete Werkstattkomplex schließt auch historische Bausubstanz ein. Ein Knackpunkt bildete die „Aufrüstung“ der Hallen, damit die XXL-Straßenbahnen komplett hineinpassen und gewartet bzw. repariert werden können.

Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB) begrüßte alle am Tor. Er sprach kritisch über das Investitionsvolumen für die Werkstatt von 45 Mio. Euro, für das „nur“ 10 Mio. vom Freistaat Sachsen bezuschusst wurden – das war vor 10 Jahren. Für einen Betriebshof erhielt man jedoch danach 75 Prozent Landesförderung, was, wie Middelberg betonte, „bundesweit für solche Infrastrukturprojekte üblich ist.“ Für die weitere Modernisierung der Infrastruktur und des Fahrzeugparks der LVB werden bis 2030 rd. 800 Mio. Euro benötigt, wobei die o. g. „Hypothek“ noch ins Gewicht fällt.

Erster Programmpunkt des Abends war die Besichtigung der Hauptwerkstatt Straßenbahn. Frank Waldenmaier leitet sie seit wenigen Jahren und gab einen umfassenden Einblick in die technologischen Abläufe der Hauptuntersuchung, der jeder Straßenbahnzug nach acht Jahren bzw. 800.000 gefahrenen Kilometer unterzogen wird. Immerhin gehören 300 Wagenzüge zur „Flotte“ der LVB. Bis zu 40 Jahre leisten die Bahnen ihren Dienst. Um die Ausfallzeiten der Fahrzeuge während der Generalüberholung möglichst gering zu halten, werden komplette Baugruppen ausgetauscht. Immerhin bis zu drei Monate „stehen“ sie dennoch. Entsprechend viel Lagerfläche wird im Untergeschoss genutzt. Darüber sind lange Montagegruben, die den kompletten Wagenzug aufnehmen können. Gearbeitet wird von 6 bis 22 Uhr. Die Berufe sind weit gefächert und umfassen z. B. Schmiede, Schlosser, Dreher und Elektromonteure. Umgekehrt ist es in den Straßenbahnhöfen, dort sind weniger Spezialisten sondern mehr Generalisten tätig, wie Frank Waldenmaier erklärte.

Nach dem sehr informativen rund 40minütigen Rundgang ging es ins 1. Obergeschoss zum Buffet. Danach referierte Ulf Middelberg zum Thema des Abends: „Moderne Mobilität für die wachsende Stadt“.

LVB-Chef Ulf Middelberg stellte klar, dass sich der Mobilitätsdienstleister klar den Herausforderungen der Zukunft stellt und neben Deutscher Bahn, PKW, Taxi, Radverkehr usw. einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen will. Von gegenwärtig rd. 57 Millionen Fahrgästen soll bis 2022 die Zahl auf bis zu 80 Millionen steigen. Um diese Anforderungen zu bewältigen, sind bis zum Jahr 2030 Ersatzinvestitionen von 56 Mio. Euro und Wachstumsinvestitionen von 725 Mio. Euro nötig.

Die Kommunikation der LVB als Teil der „L-Familie“ soll auch zu diesem Wachstum beitragen, indem sich das Unternehmen seit 2011 klar als Mobilitätsdienstleister für die Menschen in Leipzig profiliert hat. Mit klassischen Werbemitteln über Events – wie Namenstaufen neuer XXL-Bahnen – bis zur Onlinekommunikation reicht die Kommunikationspalette.

Dabei war die Situation noch vor wenigen Jahren durch eine total überalterte Fahrzeugflotte vor allem bei Bussen geprägt, da die Förderung durch den Freistaat sehr gering war. Mit dem Strategiepapier Focus 25 wurde vor rd. fünf Jahren eine Trendwende eingeleitet, die sichtbar Früchte trägt und die Qualität und Quantität der Transportleistungen per Bussen und Bahnen wesentlich verbessert hat. Auf der Agenda für die nächsten Jahre stehen auch logistische Herausforderungen, um Abstellkapazitäten zu verbessern und das schnelle Reagieren auf besondere Einsatzsituationen zu ermöglichen. Dazu werden die Betriebshöfe in Heiterblick, Angerbrücke und Lausen für Bahnen und in Paunsdorf, Dölitz und Lindenau für Busse weiter ertüchtigt. Bei diesen gewaltigen Investitionen ist der Freistaat natürlich wiederum gefragt.

Von 2021 bis 2030 sollen die Verkehrserlöse zudem von 65 auf 68 Prozent wachsen. Stabile Einnahmen werden u. a. durch stark wachsende Abonnements erreicht. Ein Drittel der Nutzer des ABOFlex-Tarifes fahren häufiger mit Bahn und Bus, so dass auch hier ein Einnahmeplus verzeichnet werden kann. Sparen können die Nutzer von Jobtickets, bei denen aber eine Vereinbarung des Arbeitgebers mit den LVB Voraussetzung ist.

Neuester Coup der LVB seit dem Sommer 2018 ist das Produkt „Leipzig mobil“, bei dem ÖPNV-Tickets und Taxi in Leipzig, Carsharing und Bikesharing deutschlandweit auf eine Karte gesetzt werden.

Viel Diskussionsstoff gab es noch im Anschluss, wobei auch das Thema permanent steigender Fahrpreise nicht ausgespart wurde.

www.lvb.de

BG

 

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Warum Werte im Online-Marketing überlebenswichtig sind

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Nachdem die Spieler des SSC Neapel lautstark von ihren Fans zum Spiel gegen RB Leipzig am 22. Februar 2018 in ihrem Leipziger Quartier verabschiedet worden waren, startete für den Marketingclub ein erkenntnisreicher Abend mit einem Gläschen Sekt auf der Dachterrasse des Innside by Melia-Hotels in der Gottschedstraße. Bei Minusgraden und herrlicher Aussicht konnte man die „blaue Stunde“ im Freien genießen oder drin zu anregendem Plausch nutzen.

Der Referent des Abends wurde dann durch Vorstandsmitglied Nancy Schneider im Konferenzraum im EG begrüßt. Benjamin Brückner, der kurzfristig eingesprungen war, leitet das Newsletter-Team bei dem Online-Magazin “Zielbar“. Vor seiner Tätigkeit bei diesem Expertennetzwerk für Marketing & Kommunikation, hatte er in verschiedenen Hörfunk- und Fernsehredaktionen Erfahrungen gesammelt und seitdem auch zwei Bücher veröffentlicht. Seine Ausführungen zu Werten im Online-Marketing startete er mit einem Streifzug durch Technik- und Verhaltenstrends.

Die unangenehmen Seiten des Internets, die inzwischen wohl die meisten stört, sind vor allem Popups und aggressive Banner. Er setzt dem „traditionellen“ und auf schnellen Verkauf getrimmten Marketing eine ethische Variante entgegen, die von fünf Prämissen bestimmt wird: Authentizität, Nützlichkeit, Seriosität, Respekt (vor den Partnern und Konsumten) sowie Nachhaltigkeit.

Während die Mehrzahl der mobilen Nutzer 2009 noch vom Desktop aus surfte, hatten 2016 erstmals die mobilen Surfer die Nase vorn. Und das sieht Brückner lediglich als Vorboten eines Trends, der in Zukunft von Mixed-, Virtual Reality und Augmented Reality bestimmt sein werde. Inzwischen seien wir längst in diesem Trend, der ein jährliches Wachstum von 100 Prozent an Ausgaben für die entsprechende Technik aufweise, denn 2018 wird wahrscheinlich jeder dritte Deutsche eine VR-Brille besitzen.

Doch, zurück zu den Werten: Benjamin Brückner weist darauf hin, dass sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die Angebote enorm zunehmen. Und ein Unternehmen muss sich der modernen Kommunikationswege so bedienen, dass es aus der Vielzahl an Vergleichsangeboten hervorsticht. Die Vielfalt an Möglichkeiten stellt an den Content ganz neue Anforderungen. Auf die genannten Werte bezogen, gehört zur Authentizität insbesondere, dass das Unternehmen diese nicht nur vermittelt sondern „vorlebt“. Dem Kundennuten sollte ein Infotainment dienen, das Inhalte in unterhaltsamer Weise transportiert. Unter Seriosität sind vor allem seriöse Methoden des Marketings und Verkaufs zu sehen. Respekt beweist man dem Kunden, indem man ihm das bietet, was er auch braucht. Durch die Nachhaltigkeitsstrategie zielt man auf eine langfristige Kundenbindung.

Bislang haben rund 45 Prozent der Unternehmen überhaupt eine Content-Strategie. Als Kern einer wertebasierten Content-Strategie sieht Brückner darin, dass man nützliche Inhalte auf lange Sicht schafft, die in die Tiefe gehen und den Kern des Themas treffen und sowohl Kunden als auch Partner ansprechen. Dabei sollte man die Kanäle nutzen, auf denen sich die relevante Zielgruppe auch bewegt. Doch, er betonte, dass nicht jeder die Geduld und den Atem für eine solche aufwändige Content-Erarbeitung hat. Doch, es lohnt sich.

Der Abend wurde bei Gesprächen und mediterraner Kost im Hotelrestaurant abgerundet.

www.zielbar.de www.benjamin-brueckner.de

Nachdem die Spieler des SSC Neapel lautstark von ihren Fans zum Spiel gegen RB Leipzig am 22. Februar 2018 in ihrem Leipziger Quartier verabschiedet worden waren, startete für den Marketingclub ein erkenntnisreicher Abend mit einem Gläschen Sekt auf der Dachterrasse des Innside by Melia-Hotels in der Gottschedstraße. Bei Minusgraden und herrlicher Aussicht konnte man die „blaue Stunde“ im Freien genießen oder drin zu anregendem Plausch nutzen.

Der Referent des Abends wurde dann durch Vorstandsmitglied Nancy Schneider im Konferenzraum im EG begrüßt. Benjamin Brückner, der kurzfristig eingesprungen war, leitet das Newsletter-Team bei dem Online-Magazin “Zielbar“. Vor seiner Tätigkeit bei diesem Expertennetzwerk für Marketing & Kommunikation, hatte er in verschiedenen Hörfunk- und Fernsehredaktionen Erfahrungen gesammelt und seitdem auch zwei Bücher veröffentlicht. Seine Ausführungen zu Werten im Online-Marketing startete er mit einem Streifzug durch Technik- und Verhaltenstrends.

Die unangenehmen Seiten des Internets, die inzwischen wohl die meisten stört, sind vor allem Popups und aggressive Banner. Er setzt dem „traditionellen“ und auf schnellen Verkauf getrimmten Marketing eine ethische Variante entgegen, die von fünf Prämissen bestimmt wird: Authentizität, Nützlichkeit, Seriosität, Respekt (vor den Partnern und Konsumten) sowie Nachhaltigkeit.

Während die Mehrzahl der mobilen Nutzer 2009 noch vom Desktop aus surfte, hatten 2016 erstmals die mobilen Surfer die Nase vorn. Und das sieht Brückner lediglich als Vorboten eines Trends, der in Zukunft von Mixed-, Virtual Reality und Augmented Reality bestimmt sein werde. Inzwischen seien wir längst in diesem Trend, der ein jährliches Wachstum von 100 Prozent an Ausgaben für die entsprechende Technik aufweise, denn 2018 wird wahrscheinlich jeder dritte Deutsche eine VR-Brille besitzen.

Doch, zurück zu den Werten: Benjamin Brückner weist darauf hin, dass sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die Angebote enorm zunehmen. Und ein Unternehmen muss sich der modernen Kommunikationswege so bedienen, dass es aus der Vielzahl an Vergleichsangeboten hervorsticht. Die Vielfalt an Möglichkeiten stellt an den Content ganz neue Anforderungen. Auf die genannten Werte bezogen, gehört zur Authentizität insbesondere, dass das Unternehmen diese nicht nur vermittelt sondern „vorlebt“. Dem Kundennuten sollte ein Infotainment dienen, das Inhalte in unterhaltsamer Weise transportiert. Unter Seriosität sind vor allem seriöse Methoden des Marketings und Verkaufs zu sehen. Respekt beweist man dem Kunden, indem man ihm das bietet, was er auch braucht. Durch die Nachhaltigkeitsstrategie zielt man auf eine langfristige Kundenbindung.

Bislang haben rund 45 Prozent der Unternehmen überhaupt eine Content-Strategie. Als Kern einer wertebasierten Content-Strategie sieht Brückner darin, dass man nützliche Inhalte auf lange Sicht schafft, die in die Tiefe gehen und den Kern des Themas treffen und sowohl Kunden als auch Partner ansprechen. Dabei sollte man die Kanäle nutzen, auf denen sich die relevante Zielgruppe auch bewegt. Doch, er betonte, dass nicht jeder die Geduld und den Atem für eine solche aufwändige Content-Erarbeitung hat. Doch, es lohnt sich.

Der Abend wurde bei Gesprächen und mediterraner Kost im Hotelrestaurant abgerundet.

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