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Onlinehandel erfolgreich betreiben

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Zweimal im Jahr treffen sich Leipziger Unternehmerinnen und Unternehmer beim Leipziger Händlerforum. Diesmal war auch der Marketing-Club mit einigen Mitgliedern mit von der Partie. Am 11. Juni im Vienna House in „Wohnzimmerathmosphäre“ ging es um marketingbezogene Themen, die jeden Händler betreffen.

Pressesprecherin Franziska Ulbricht führte durch die Veranstaltung und stellte den Händlerbund kurz vor. Zuvor begrüßte Vienna House Vertriebsleiter Aaron Schell die Teilnehmer und berichtete über die aktuelle Entwicklung der Hotelallianz mit 36 Häusern in Europa, die weiterhin wächst und seit Juli 2018 das Hotel in Leipzig eröffnete und in diesem Jahr u. a. das Bach Living am Thomaskirchhof übernommen hat.
Prof. Dr. Georg Donat warb für die Beteiligung am Marketingpreis 2019 und informierte kurz über die Aktivitäten des Marketing-Clubs.
Franziska Ulbricht stellte den Händlerbund vor, der im Oktober 2008 von RA Andreas Arlt gegründet wurde, angeregt durch die wachsende Zahl von Abmahnungen, die seine Klienten erhielten. Mit dem Beratungsunternehmen sollten Themen des Onlinehandels für die Betreiber von Shops aufgegriffen werden und somit vorbeugend die Händler mit dem notwendigen Fachwissen ausgestattet aber im Streitfall auch betreut werden. Seine erfolgreiche Entwicklung mit nunmehr 80.000 Onlinepräsenzen gibt dem Gründer Recht. Mit Inkrafttreten der DSGVO erhielt diese Entwicklung einen nochmaligen Schub. Die rechtliche Absicherung der oft als Einzelunternehmer tätigen Händler wird durch ein entsprechend kompetentes Team unterstützt, wie sich an diesem Abend zeigte.
Linda Grünberg, die Key Account Managerin des Händlerbundes ist, vermittelte eine Vielzahl von Tipps, die im Kundengespräch zum Erfolg führen. Eins der „Geheimnisse“ besteht darin, dass man sich als Verkäufer Zeit für den Kunden nehmen sollte. Ihr Fazit: Unsere Kunden sind die beste Werbung.
Um die Nutzung der sozialen Netzwerke – speziell von facebook – ging es im Kurzvortrag von Micele Ulbricht, der den Business Manager von facebook als gut handhabbare und preisgünstige Marketingplattform vorstellte.
Viele Fallen gibt es bei Werbeaussagen – z. B. wenn es um Superlative oder Herkunftsangaben geht. Darauf und auf weitere Fallstricke, für die Abmahnungen drohen, ging Rechtsanwältin Cornelia Huck in ihren Ausführungen ein.
Eine rege Fragerunde entwickelte sich unmittelbar, denn diese Themen gehören zum Alltag der Händler, den sie dank der Ratschläge nun besser meistern können.
Nach der Kontaktaufnahme zum Händlerbund werden sich gewiss noch viele Berührungspunkte zum Marketing-Club ergeben, zumal Pressesprecherin Franziska Ulbricht bei den JUMP’s mitmischt.
www.haendlerbund.de
BG

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Der lange Weg zum Sieg

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Ein langer Weg zum Sieg –  Exklusive Stadionführung in Kooperation mit dem City Leipzig Marketing e.V. 

Marketing Club und City Leipzig Marketing gingen am 10. September 2019 gemeinsam auf eine sportliche Tour und besichtigten die Red Bull Arena. Empfangen wurden die über 50 Teilnehmer direkt vor dem Spielertunnel mit Brezeln und Getränken vom Team des Stadion-Gastronomen Max Enk, wobei natürlich gut gekühlte Dosen mit Red Bull nicht fehlen durften.

Kundiger Gastgeber war Falk Jänicke, der seit sechs Jahren im Stadion zu Hause und für die strategische Planung und die weitere bauliche Entwicklung zuständig ist. Außerdem ist jeder Heimspieltag für ihn ebenso ein „Spieltag“, da er als Chef vom Dienst für alle Belange die Fäden in der Hand hält – von der Wassertemperatur im Baderaum der Mannschaften über den Zustand des Rasens bis zum Einsatz der Rettungskräfte. Darüber erzählte er lebendig und humorvoll unter Einknüpfung mancher Episode beim folgenden Rundgang. Zustande kam dieser Termin der beiden Wirtschaftsvereine durch den General Manager des Marriott Hotels.

Thomas Oehme, 1. Vorsitzender des Vorstandes des City Leipzig Marketing e. V., hob in seinen Begrüßungsworten hervor, dass RB Leipzig gerade für das Stadtmarketing Leipzigs einen herausragenden Beitrag leistet. Zum weiteren guten Netzwerken soll auch diese Veranstaltung beitragen. Anschließend stellte Prof. Dr. Georg Donat, Marketing Club Präsident fest, dass RB Leipzig ja auch Marketingpreisträger 2018 sei und mit seiner ausgefeilten Konzeption die hochkarätige Jury überzeugen konnte. Er hob auch die guten Kontakte zum Verein hervor.

Gemeinsam ging es dann in den Pressekonferenzraum, in dem die Stadiongeschichte in einem kleinen Film noch einmal Revue passierte. Immerhin war das damalige Zentralstadion nach nur 15 Monaten Bauzeit im August 1956 eröffnet worden und war zudem mit offiziell 100.000 Plätzen das größte Sportstadion in ganz Deutschland. Der Damm mit seiner Krone und die Traversen für die Zuschauerplätze waren auf Kriegstrümmern errichtet. Neben Turn- und Sportfesten der DDR, die hier siebenmal stattfanden, stand es oft im Blickpunkt der Fußballwelt.

Der komplette Neubau in dieser später begrünten „Schüssel“ nach dem Stadion-Abriss erfolgte ab 2000, um in Leipzig ein Stadion zu errichten, das für die Fußball-WM 2006 tauglich war. Beim Konföderationen-Cup 2005 bestand es die erste Bewährungsprobe. Der damalige Betreiber des Stadions, der Filmverleiher Michael Kölmel, suchte einen Proficlub, um das defizitäre Stadionrund zu beleben. Mit Hilfe der Red Bull GmbH wurde im Sommer 2009 RB Leipzig (in Markranstädt) gegründet, im Folgejahr wurde das Zentralstadion zu dessen Heimstatt und in Red Bull Arena umbenannt.

Um den VIP- und den Pressebereich zu vergrößern erfolgte 2015 ein weiterer Umbau, der dazu führte, dass die Platzkapazität von 44.345 auf 42.959 sank. Diesem Defizit soll entgegen wirken, dass in einzelnen Blöcken durch Stehplatz-Areale wieder mehr Fans bei gefragten Spielen dabei sein können. Falk Jänicke dementierte aber eine Meldung, wonach die Kapazität auf 57.000 erhöht werden solle.

Nachdem sich einige Teilnehmer auf den Podiumsplätzen des Pressekonferenzraums  fotografieren ließen, ging es aufs Spielfeld. Aber ja nicht auf den wertvollen Rasen, der vier Tage vor dem großen Spiel gegen den FC Bayern noch mit speziellen UV-Leuchten auf Fahrgestellen bestrahlt wurde, um das Wachstum anzuregen, da er erst kürzlich komplett ausgewechselt werden musste. Ebenfalls neu gestaltet wurden die Bänke für Schiedsrichter und Ersatzspieler im vorderen Bereich. Falk Jänicke erzählte über die weiteren Vorhaben, insbesondere die Energieversorgung muss verstärkt werden, um den Fans auch in Zukunft heiße Würstchen und Glühwein gleichzeitig anbieten zu können; wie er scherzhaft erzählte, habe man sich in der Vergangenheit oft für eins von beiden entscheiden müssen. Ein Nebeneffekt bestand darin, dass bei den Straßenbahnen auf der Jahn-Allee das Tempo gedrosselt wurde, weil das Stadion „zuviel Saft“ zog. In den nächsten zwei Jahren hat man sich mit Augenmaß viel vorgenommen, um den Stadionbetrieb für den Profi-Fußball-Club optimaler zu gestalten. Jänicke meinte dazu, dass es eben ursprünglich nicht für Bundesliga-Ansprüche gebaut wurde. Eine der größten Umbaumaßnahmen wird die großzügige Gestaltung der neuen Eingangszone von der Festwiese her bilden, aber ebenso die Verbesserung der kulinarischen Versorgung für die Besucher, wozu auch die Küchenmodernisierung gehört.

In zwei Gruppen aufgeteilt, wobei auch Manuela Hinze (Marketing/Events) und Stadion-Guide Jakob Junghöfer ins Spiel kamen, ging es weiter in die Mannschaftskabinen, wo man gedanklich hautnah an den Spielern sein konnte, zumal viele Erlebnisse aus den persönlichen Begegnungen Falk Jänickes einflossen, der durch seine Tätigkeit mit dem Hausteam und den Gastmannschaften stets engen Kontakt hat.

Auf der obersten Etage mit Zoo-Blick und bei Abendrot fand der Rundgang seinen Höhepunkt. Viele Fragen mussten die Guides noch beantworten, fest steht jedenfalls, Red Bull geht seinen Weg und die Stadt profitiert enorm davon.

Nachtrag: Am Samstag nach diesem Rundgang spielte RB Leipzig unentschieden 1:1 gegen den FC Bayern und behauptete (vorläufig) weiter den ersten Tabellenplatz in dieser Spielzeit.

www.arena-leipzig.de/red-bull-arena/                                                                     BG

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Verleihung des 22. Marketingpreises Leipzig 2019

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And the winner is. Es wurde der Marketingpreis 2019 verliehen an das beste Konzept für ein nachhaltig erfolgreiches Marketing an die Vita 34. Am 09. Dezember wurden die Nabelschurbank von einer hochkarätig besetzten Jury geehrt. Das “Beste Marketing im Handwerk” hat der LUKAS Der Leipziger Bäcker erhalten für seine Kooperation mit dem #SCDHfK aus Leipzig. Der „Beste Newcomer im Marketing“ hat die Agentur 2Lions erhalten für ihre Kampagne für den SYNTAINICS MBC Mitteldeutschen Basketballclub aus Weißenfels. Der Marketingclub Leipzig gratuliert allen #Preisträger und ausdrücklich auch allen #Bewerbern.

#Marketingclub #Marketingpreis #Leipzig #Marketing #Bestinclass

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Mit „Messe 4.0“ auf innovativem Zukunfts-Kurs

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Die Leipziger Messe sorgt am stärksten für die Bekanntheit Leipzigs in der Welt, besagen diverse Umfragen. Dass es auch in Zukunft so bleibt, wurde am 4. September 2019 auf der Neuen Messe demonstriert, als es um das Thema “Mit einer starken Marke und Exzellenz auf dem Weg ins digitale Zeitalter” ging.

Der Marketing Club erfuhr von Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe Unternehmensgruppe und Mitglied im Beirat des Marketing Clubs sowie in der Jury zur Verleihung des Marketingpreises sowie von Heike Fischer, Leiterin Kommunikation, wie der nächste Schritt des Weges der Messegesellschaft im digitalen Zeitalter aussieht.

Empfangen wurden die rund 30 Teilnehmer am interaktiven Planungstisch im Foyer des Verwaltungsgebäudes auf der Neuen Messe. Hier wurde demonstriert, wie dank der per Augmented Reality (AR)-Technologie Orte und Szenarien realistisch visualisiert und detailgetreu dargestellt werden. Die von der Leipziger Agentur Ovrlab entwickelte Software wird auf Messen, Veranstaltungen und Auslandspräsentationen z. B. für 360-Grad-Animationen eingesetzt und vermittelt den Kunden Eindrücke über die Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Messeauftritts.

Im „Raum der Ideen“ MIDEA erfuhren die Zuhörer, wie durch Teamdenken und Einbeziehen aller Mitarbeiter transparent die Zukunft des Messeunternehmens erdacht und gestaltet wird, so dass sich die Messe als Mitgestalter der digitalen Zukunft profiliert und damit ihre Kunden aktiv begleitet. Der frühere Presseraum wurde mit dekorativen Sitzelementen und zwei offenen Raumzellen so gestaltet, dass auch kleine Teams einen Ort zur Diskussion finden. Geöffnet ist er täglich für alle Mitarbeiter. Der Sinnspruch „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ steht groß und teilweise über Kopf an einer Wand. Neben diesem Raum steht den Mitarbeitern zur Information und zum Meinungsaustausch die interne Plattform LEMMI zur Verfügung.

Nach einem Dankeschön für die Einladung an Markus Geisenberger verwies Präsident Georg Donat nochmals auf den Bewerbungstermin für den diesjährigen Marketingpreis, der am 30. Oktober endet. Die feierliche Verleihung erfolgt in der Kongresshalle am 9. Dezember.

In seinem Vortrag betonte Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger, dass man sich die Zeit nehmen müsse, um zu überlegen, wo man mit dem Unternehmen hin will. Die Leipziger Messe Unternehmensgruppe sei zwar mit ca. 400 Beschäftigten ein Mittelständler, gilt aber in der Region als großes Unternehmen und besitzt eine wichtige Multiplikatorfunktion. Inzwischen werden in den Locations – Messegelände komplett, Glashalle, Halle 1, CCL und Kongresshalle – sowie in 26 Ländern ca. 90 Mio. Euro Umsatz generiert, davon etwa ein Viertel im Ausland. Die Digitalisierung hat für alle Bereiche und Prozesse an allen Standorten große Bedeutung und für einzelne Veranstaltungen sogar eine dominierende, z. B. für die erstmals organisierte Dreamhack oder den Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC), für deren Realisierung enorme Datenvolumen in Echtzeit mit höchster Übertragungsgeschwindigkeit erforderlich sind. Dementsprechend wird die digitale Infrastruktur ständig erweitert. So können in einer Halle bis zu 5.000 User gleichzeitig das Internet per WLAN nutzen.

Aber auch alle unmittelbar mit dem Messegeschäft verbundenen Prozesse werden durchleuchtet, wobei – wie es Markus Geisenberger bildlich sagte – jeder Stein umgedreht werde, um die Digitalisierung so optimal wie möglich zu gestalten. Als ein Beispiel nannte er die eigene Entwicklung eines unabhängigen Systems für den Ticketverkauf, wobei – wie Geisenberger betonte – die Komplexität eines so scheinbar einfachen Prozesses deutlich wurde und das nun auch als eigenständiges Geschäftsfeld und Angebot für Kunden ausgebaut werden soll. Die gesamte Bandbreite der Serviceleistungen zu digitalisieren steht als eine große Herausforderung, der man sich aktiv stelle, brachte es der Messechef auf den Punkt. Dabei stehen natürlich die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt. Geisenberger stellte fest, dass „Messe 4,0 Industrie 4.0“ trifft, wobei er als „Messe 1.0“ die Jahrmärkte, „Messe 2.0“ den Handel mit bargeldlosen Transaktionen und „3.0“ die in Leipzig Ende des 19. Jahrhunderts erfundene Mustermesse als Vorläufer aller modernen B2B-Messen kennzeichnete.

Im zweiten Teil des Abends erklärte Heike Fischer den aktuellen Marken-Relaunch, der im Einklang mit der Struktur des Unternehmens steht, das nicht allein für die Messe sondern mit seinen Unternehmensbereichen für integrierte Veranstaltungskompetenz steht und diese auch im Auftritt klar zum Ausdruck bringen will. Das übereinander stehende Doppel-M, das 1917 vom Leipziger Grafiker Erich Gruner entwickelt wurde und gleichzeitig die älteste Marke der deutschen Messewirtschaft ist, wurde grafisch leicht verändert, indem der Abstand zwischen den beiden Versalien vergrößert wurde, um es für digitale Darstellungen zu optimieren. Das „MM“ ist als Dachmarke für alle Unternehmensbereiche verbindlich. Das kommt ebenso in dem nun hinzugefügten Claim „weil Erfolg verbindet“ zum Ausdruck, der nicht nur für interne Kooperation steht, sondern nach außen den Servicegedanken und die Kundenfreundlichkeit kommuniziert. Die neue Hausfarbe Cyanblau signalisiere zudem Frische, Modernität, Emotionalität und Innovation, wie es in der aktuellen Imagekampagne deutlich wird. www.leipziger-messe.de/leipzigermessemagazin/

Nach der Stärkung an einem hervorragenden Buffet von fairgourmet wurde der Gedankenaustausch an den Tischen intensiv gepflegt.
Alle Teilnehmer der Veranstaltung äußerten sich begeistert über die Gestaltung des Abends und die herausragende Kompetenz der Gastgeber. Sicher auch Impulse, um im eigenen Umfeld mehr über die Zukunft nachzudenken.
www.leipziger-messe.de BG

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Konsum Leipzig: Der Mensch wird mit der Digitalisierung immer wichtiger

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Wie wirkt sich die Digitalisierung im Handel aus? So könnte man den etwas reißerisch klingenden Titel der Marketing-Club-Veranstaltung „Den Menschen digital weggeshoppt“ am 2. Juli 2019 in der Konsum-Zentrale, Industriestraße, auch interpretieren. Denn, einerseits ist mit der Digitalisierung eine große Hoffnung für Arbeitserleichterungen – insbesondere bei Routinen – verbunden, andererseits aber auch die Angst der Beschäftigten, überflüssig zu werden.

Einleitend begrüßte MC-Vorstandsmitglied Frau Prof. Dr. Margit Enke, die an der TU Bergakademie Freiberg als Professorin für Marketing lehrt, die rund 30 Teilnehmer, insbesondere als Neumitglied die Agentur Kreativ&Söhne.
Im folgenden Disput standen auf der einen Seite die Praktiker, Konsum-Vorstandssprecher Dirk Thärichen und Vorstand Michael Faupel und auf der anderen Seite der Wissenschaftler Erik Maier, Juniorprofessor für Handels- und Multi-Channel-Management an der Leipzig Graduate School of Management.
Gerade im 135. Jahr des Bestehens des Konsum Leipzig wollte das Konsum-Vorstandsduo, das seit vier Jahren im Amt ist, gemeinsam mit dem Marketing-Club ein aktuelles Thema behandeln, wie Dirk Thärichen betonte. Vor vier Jahren gab es einen starken Umsatz- und Mitgliederrückgang beim Konsum, so dass überlegt werden musste, wie man den Konsum neu positionieren könnte. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, fand man seitdem als Partner die „Handelshochschule“, um ein Szenario zu entwickeln.
Im spannenden Disput standen nun praktische Erfahrungen des Einzelhandelsalltags den wissenschaftlich begründeten Meinungen des Forschers gegenüber, der einige Thesen vorgab, die die Rolle des Menschen – Kunden und Verkaufspersonal – kennzeichnen. So wächst der Einfluss des Kunden, der die Auswahlmöglichkeiten, die der Handel bietet, überlegt nutzt. Deshalb wird die Kundenbindung immer wichtiger. Ebenso sollte man auf die Kundenströme achten.
Michael Faupel erläuterte das Konzept des Konsum, der auf das klassische Nahversorgungskonzept setzt und zudem seinen – bislang defizitären – Onlineshop neu strukturiert.
Prof. Erik Maier ist ebenso davon überzeugt, dass der stationäre Handel bedeutsam bleibt, aber die Anforderungen an die Mitarbeiter mit der Neugestaltung durch digitale Strukturen enorm wachsen werden.

Fazit: Mehr Aufmerksamkeit auf Mitarbeiter und Kunden richten – zum einen durch Schulung der Mitarbeiter für kreativere Arbeitsweise und durch anspruchsvollere Produkte, zum anderen stärkere Bindung der Kunden durch gutes Sortiment und Beratung.
Einige Praxiserfahrungen steuerten auch die Teilnehmer bei, die unter anderem auf veränderte Ansprüche an den Arbeitgeber und neue Verhaltensweisen der jüngeren Generation eingingen. Der individuelle Meinungsaustausch wurde mit Stärkungen und Erfrischungen vom Konsum-Buffet fortgesetzt. Auf der Terrasse begeisterte der Ausblick auf den abendlichen Karl-Heine-Kanal. Die Location kann übrigens auch für Veranstaltungen gemietet werden. BG

www.konsum-leipzig.de
www.hhl.de

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Leipzigs lebendige Innenstadt behauptet Spitzenplatz in Deutschland

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Es sollte ein rege besuchtes Forum werden, zu dem IHK und Marketing-Club in die Alte Handelsbörse eingeladen hatten. Doch, fast die Hälfte der Plätze war aufgrund des zu erwartenden heißen Wetters leer. Dennoch waren die Anwesenden sehr interessiert und ließen sich von Moderator Dr. Helge-Heinz Heinker durch die Veranstaltung führen.

Nancy Schneider, Beiratsmitglied im Marketing-Club und Vizepräsidentin der IHK begrüßte die Teilnehmer des Forums in der Handelsbörse. Als Geschäftsführerin eines Autohauses ist sie sowohl mit den Alltagsproblemen des Handwerks als auch des Handels vertraut. Ein großes Problem sei der zunehmende Fachkräftemangel, da immer mehr junge Leute lieber eine akademische Laufbahn anstrebten. Die aktuellen Herausforderungen sieht sie aber auch in der Digitalisierung, dem E-Commerce und gesetzlichen Bestimmungen, nicht zuletzt der Verpackungsordnung. Sie betonte auch, dass der stationäre Handel noch attraktiver und interessanter für Kunden und auch zukünftige Mitarbeiter werden müsse. Ein Beitrag der IHK zur Steigerung der Attraktivität der Innenstädte bilde seit 15 Jahren der Wettbewerb „Ab in die Mitte“.
Thomas Oehme, Centermanager des Promenaden Hauptbahnhofs und 1. Vorsitzender des City Leipzig Marketing e. V. zeigte zum Einstieg einen kurzen Imagefilm über Leipzig und sprach über den Verein, den er als Bindeglied zwischen den Akteuren in der Innenstadt sieht. Diese mit Leben zu erfüllen und dadurch das Einkaufen und Flanieren anzuregen, ist ein Hauptanliegen des Vereins, dessen 40 Mitglieder Dreiviertel der innenstädtischen Handelsfläche vertreten und der als Organisator u. a. des Promenadenfestes und auch beratend bei Stadtraum- und Verkehrskonzept agiert. Deutlich wurde auch, dass immer mehr Besucher in der Innenstadt auch gastronomische Angebote nutzen.
Die Studie „Vitale Innenstädte 2018“ des IFH Köln wurde bereits zum dritten Mal durchgeführt und von Nicolaus Sondermann, Senior Projektmanager, präsentiert. Darin wurden die Ergebnisse der Befragungen von rd. 2.000 Innenstadtbesuchern in Leipzig an einem Donnerstag und einem Samstag ausgewertet. Bei den Fragen ging es von der Anreise mit Nutzung welcher Verkehrsmittel bis zu Aufenthaltsdauer und Besuchszielen – also um Aspekte, die für die Gestaltung des Handels und der Gastronomie in Innenstadtlagen von Bedeutung sind. Dabei schnitt Leipzig unter den 116 beteiligten Städten anhand von „Schulnoten“ mit dem Spitzenwert von 1,8 ab, vor zwei Jahren war es noch 1,9. Die Bandbreite der teilnehmenden Städte reicht bei den Großstädten von Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Essen, Bremen, Hannover, Leipzig und Nürnberg über Mannheim, Bielefeld, Magdeburg, Rostock und Kassel bis zu Lippstadt, Sonthofen, Wismar, Biberach und Cuxhaven bei den Mittelzentren. Damit hat die Stadt ihren Spitzenplatz als lebendige Stadt erfolgreich verteidigt, was natürlich kein Grund zum Ausruhen sein kann, wie der Redner betonte. Gefragt wurde auch nach Kritierien wie Sicherheit, Sauberkeit, Attraktivität des Handelsangebotes, und bei allen konnte Leipzig mit guten bis sehr guten Bewertungen punkten. Die Online-Affinitität der Kunden hat zugenommen, so informieren sich Kunden über das Vorhandensein gesuchter Produkte oder reservieren sie, um sie persönlich abzuholen – das macht immerhin fast 40 Prozent der Consumer aus. Für den Handel bedeutet das lt. Sondermann, seine Marketingaktivitäten stärker multichannel auszurichten.
Jan Wetzel von der COMFORT Leipzig-Berlin GmbH, die vor 40 Jahren in Düsseldorf gegründet wurde und auf den Markt für Handelsimmobilien spezialisiert ist, präsentierte die Entwicklungstrends für Einzelhandelsimmobilien in Leipzig. Nach einem Exkurs in den bundesweiten EH-Markt mit rd. 120 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche – also 1,5 m² pro Einwohner – analysierte er den Leipziger Markt hinsichtlich Mieten, Passantenfrequenzen, Neuvermietungen und verfügbarer Flächen. Trotz wachsendem Online-Umsatz um rd. 10 Prozent im Jahr 2018 generiert der stationäre Handel immer noch etwa 90 Prozent des Gesamtumsatzes. Stärkste Warengruppe ist weiterhin Bekleidung. Der EH-Umsatz in Leipzig stieg in den letzten fünf Jahren um 8,3 Prozent auf rd. 2,75 Mrd. Euro, davon entfällt etwa ein Viertel auf die Leipziger Innenstadt. Die Mietkosten variieren in Innenstadtlagen von 20 bis 120 Euro/m². Seit 2017 wurden rd. 17.000 m² neu vermietet. Der Leerstand beträgt – ohne die Höfe am Brühl und Promenaden Hauptbahnhof zu berücksichtigen – fast 20.000 m². Zum Fazit seines Vortrages stellt Jan Wetzel u. a. fest, dass es zunehmend schwieriger wird, Flächen in Nebenlagen sowie mehrgeschossig zu vermieten. Bei den Vermietern setzt er auch auf ein Umdenken zu flexibleren Mietkonditionen.
In der anschließenden Gesprächsrunde kamen zudem der Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen e. V., Gunter Engelmann-Merkel, Robin Spanke, GF der Höfe am Brühl und 2. Vorsitzender 1. Vorsitzender des City Leipzig Marketing e. V., Stefanie Komm von der Stadt Leipzig und Axel Hüpkes, Präsident der DEHOGA Sachsen und GF des NH Hotels Neue Messe zu Wort.
Diskutiert wurden unter Einbeziehung des Publikums u. a. das Parken in der Innenstadt, die Förderung des EH in den Stadtteilen im Rahmen der Stadtentwicklung, die optimalere Nutzung der digitalen Möglichkeiten durch den Einzelhandel, sowie der Stand der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses zur Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt.
www.ifhkoeln.de; www.comfort.de; www.city-leipzig.de; www.handel-sachsen.de
BG

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